Der Traum vom Erfolg in der Musikwirtschaft

Auch wenn das hier nicht die angekündigten Praktikumserfahrungen sind, so hat dieser Eintrag doch ein ganzes Stück weit mit Überlegungen zu tun, die ich schon länger habe und die durch die Gespräche während meines Praktikums wieder einmal angeregt wurden. Da ich schon seit 4 Jahren Sänger einer Band bin, die in den letzten Monaten versuchte sich durch Workshops zu diversen Themen, wie Songwriting (mit der Band Luxuslärm) oder Marketing dem Thema der „Professionalisierung“ zu nähern, stellte sich mir immer öfter die Frage, ob ich als Sänger eine berufliche Zukunft in der Musikwirtschaft haben könnte.

Das war vor einigen Jahren noch ganz anders. Als ich mich nach meinem Abitur 2012 mit 18 Jahren für das Lehramtsstudium entschied, geschah dies aus rein fachlicher Orientierung. Ich wollte mehr über Musik lernen, fühlte mich jedoch für ein Musikstudium nicht gut genug – trotz der Tatsache, dass ich meine ganze Jugend über kaum ein Hobby hatte, das sich nicht mit Musik beschäftigte. Der entscheidendste Faktor war natürlich die finanzielle Unsicherheit, die eine freiberufliche Tätigkeit als Musiker mit sich bringt. Das Lehramtsstudium erschien mir als der einzige Weg weiterhin viel mit Musik zu tun zu haben, ohne als freier Musiker zu arbeiten.

Ich könnte noch viel über meine anfängliche Entscheidungsschwierigkeit zum Lehramtsstudium und das dauerhafte Gefühl eigentlich nicht das Richtige zu studieren schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen (Mehr Infos kann ich euch aber auch gerne geben, wenn es jemanden interessiert). Es war mir jedoch ein Anliegen diese Bemerkung vorab zu machen, bevor ich zum eigentlichen Thema dieses Beitrags komme.

Wie beschrieben kam mir in letzter Zeit immer häufiger der Gedanken die Grenzen des musikpädagogischen Bereiches etwas zu sprengen und mich mit dem Berufsfeld Musikwirtschaft auseinander zu setzen.

Seit circa 3 Jahren bilden regelmäßige Auftritte mit meiner Band (www.maximparkhaus.de), aber auch Soloauftritte auf Geburtstagen, Hochzeiten und Straßenmusik meinen nebenberuflichen Erwerb mit zum Teil nicht gerade kleinen Gagen. Jedoch ist der erwähnte Prozess der „Professionalisierung“ immer zeitaufwendiger geworden. Dies bezieht sich natürlich auf das musikalisch-technische Können, einen wesentlich umfangreicheren Bereich nehmen jedoch mittlerweile Faktoren ein, die sich mehr mit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens „Band“ beschäftigen, wie beispielsweise Marketing und mediale Präsenz, Konzertorganisation, zielgerichteteres Songwriting und vorallem das Erschaffen eines „Images“, bzw. einer Marke, was vor allem eine Frage des Corporate Design ist. Ich hatte in den letzten Monaten schon oft das Gefühl, dass für die Verwirklichung dieses noch sehr abstrakten Zieles in der Musikwirtschaft Fuß zu fassen, ein Vollzeitjob nötig wäre.

Nun beschäftige ich mich gerade mit online verfügbaren Inhalten, die versuchen von verschiedenen Seiten die Musikwirtschaft als System transparent und verständlich zu erklären und ich denke, dass ich mir zurzeit erst einmal die einzelnen Institutionen bewusst machen muss, die dieses System ausmachen und maßgeblich bestimmen. Meine eigentliche Motivation darüber dies auf meinem Praktikumsblog zu verschriftlichen war folgender Blog eines Musikers, der nach eigenen Angaben all das hatte, „was sich eine noch unbekannte Band wünscht“: „eine CD im Laden, einen Song im Radio, Auftritte im TV, Gigs vor bis zu 10.000 Leuten, einen Major-Label Deal“:

https://derwahrheit.wordpress.com/

Der Verfasser will laut eigenen Angaben (noch) anonym bleiben, aber allein die Tatsache, dass jemand, der bereits erfolgreich in der Musikwirtschaft war, über genau die Themen schreibt, die mich so brennend interessieren, fand ich wahnsinnig spannend. Ich bin nun also dabei möglichst alles aufzusaugen, was ich in meiner derzeitigen Motivations-Hochphase finden kann und werde versuchen euch an meinem persönlichen Gewinn möglichst bald teilhaben zu lassen.

Nur so nebenbei: Mein Praktikum war bisher auch sehr interessant ;).


Quellen:

https://derwahrheit.wordpress.com/about/

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s